HYPERLINK PROJEKT

ÜBER DIESES PROJEKT

Das Projekt Hyperlink der Gasunie Deutschland Transport Services GmbH (nachfolgend GUD genannt) ist ein zentrales Infrastrukturvorhaben zur Etablierung eines leistungsstarken Wasserstoff-Transportnetzes in Nord- und Westdeutschland. Als wesentlicher Bestandteil des zukünftigen Wasserstoff-Kernnetzes der Bundesrepublik Deutschland trägt das Projekt maßgeblich zur Schaffung einer CO₂-freien Infrastruktur bei. Das primäre Ziel ist es, den Übergang von fossilen Brennstoffen zu nachhaltigen Rohstoffen und Kraftstoffen zu forcieren, indem verschiedene Industrieregionen effizient miteinander vernetzt werden. Das Projekt schafft eine direkte Verbindung zum niederländischen (Hynetwork Services) und dänischen Ausland sowie zu strategisch wichtigen Wasserstoffspeichern und maritimen Importstandorten.

Das Gesamtsystem Hyperlink besteht im Wesentlichen aus fünf Teilprojekten (Hyperlink 1 bis 5). Ein zentraler Baustein sowohl des Gasunie-Netzes als auch des geplanten bundesweiten Wasserstoff-Kernnetzes wird durch die ersten beiden Phasen gebildet:

Hyperlink 1 (Niederländische Grenze bis Hamburg): Dieses Teilprojekt umfasst die Verbindung vom niederländischen Wasserstoffnetz über den Speicher Nüttermoor und die Region Bremen bis in den Großraum Hamburg. Es stellt eine vitale Nord-Verbindung dar, die bereits im Jahr 2026/2027 erste relevante Wasserstoff-Produzenten und -Verbraucher zusammenführen könnte.

Hyperlink 2 (Anbindung Salzgitter): Dieser Abschnitt erweitert das Netz bis nach Salzgitter im südlichen Niedersachsen. Mit einer prognostizierten Inbetriebnahme im Jahr 2029 sichert Hyperlink 2 die Anbindung der dortigen Stahlwerke und ermöglicht die Umstellung der energieintensiven Stahlproduktion auf wasserstoffbasierte Verfahren.

Für die Realisierung dieses rund 1.000 Kilometer langen Netzes wird in erster Linie auf die bestehende Infrastruktur zurückgegriffen. Ein Großteil des Wasserstoffnetzes entsteht durch die Umstellung vorhandener Erdgasleitungen auf den Transport von Wasserstoff. Nur dort, wo keine Bestandsleitungen verfügbar sind oder zusätzliche Kapazitäten benötigt werden, wird die Infrastruktur durch neue Leitungsabschnitte ergänzt. Dieser ressourcenschonende Ansatz minimiert Eingriffe in den Naturraum und beschleunigt die Umsetzung des ambitionierten Zeitplans. Für die fachspezifische Planung und die qualifizierte bauliche Umsetzung dieses komplexen Großprojektes wird die GZP GmbH (fortlaufend GZP) durch die ILF Consulting Engineers Germany GmbH eingebunden. In der Planungsphase ist die GZP für die Erstellung der wasserrechtlichen und deichrechtlichen Antragsunterlagen sowie die Ausarbeitung detaillierter Bodenschutzkonzepte verantwortlich. Diese Arbeiten bilden das rechtliche Fundament für den Bau in sensiblen Natur- und Wirtschaftsräumen. Während der Ausführungsphase stellt die GZP die Einhaltung der Schutzkonzepte und wasserrechtlichen Genehmigungen vor Ort durch die Bodenkundliche Baubegleitung (BBB) und die Hydrologische Baubegleitung (HBB) sicher, sodass baubedingte Beeinträchtigungen minimiert werden.

AUFTRAGGEBERIN:

ILF Beratende Ingenieure, Gasunie Deutschland GmbH

LEISTUNGEN:
  • Planungsarbeiten:
    • Erstellung wasserrechtlicher und deichrechtlicher Anträge gemäß §§ 8, 9, 10, 36, 38, 72 WHG; §§14, 15, 16 NDG; §§ 21, 74 BremWG
    • Planung von Einleitstellen für die Bauwasserhaltung
    • Erstellung von Bodenschutzkonzepten in Anlehnung an die DIN 19639
    • Engmaschige Abstimmungen mit Fachbehörden.
  • Durchführung von Feldarbeiten in der Planungsphase:
    • Bodenkundliche Profilaufnahmen mittels Pürckhauer Bohrstock, Bodenansprachen gemäß KA6
    • Grundwasser- und Oberflächenwasserprobenahmen
    • Begehung und Vermessung von Einleitstellen für die Bauwasserhaltung
  • Bodenkundliche Baubegleitung:
    • Wöchentliche Begehungen der Baumaßnahmen und Dokumentation dieser
    • Durchführung fotodokumentarischer und bodenkundlicher Beweissicherungen (inkl. Messung Eindringwiederstände mittels Penetrologger) vor und während der Bauphase
    • Erteilung baubegleitender Empfehlungen zu bodenschonenden Arbeitsweisen (z. B. Einsatz von Lastverteilungsplatten, Überwachung der Befahrbarkeit, Trennung von Bodenschichten, Eignungsprüfung von Fremdmaterialien)
    • Bodenprobennahmen zur Qualitätskontrolle und Entsorgung von Überschussmaterial
    • Baubegleitende Abstimmungen mit der Unteren Bodenschutzbehörde
  • Hydrologische Baubegleitung:
    • Baubegleitendes Bauwassermonitoring mittels Probennahmen zur Qualitätskontrolle, inkl. Auswertung zur Einhaltung behördlich vorgegebener Grenzwerte
    • Bei Bedarf Handlungs- und Maßnahmenempfehlungen
    • Fotodokumentation der Einleitstellen und Wasseruhren
    • Kontrolle der geförderten Wassermengen und Absenktrichter
    • Baubegleitende Abstimmungen mit der Unteren Wasser- und Deichbehörde
  • Teilnahme an Baubesprechungen und Abstimmungsterminen mit Behörden und Anliegern

PROJEKTZEITRAUM
seit 2025